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Änderungsmeldung

Stand: 1.1.2019


Änderungsmeldungen dienen im bis 31.12.2018 gültigen Melde- und Abrechnungssystem der Wartung der individuellen Versicherungsverläufe der zur Pflichtversicherung gemeldeten Personen bzw. der Bekanntgabe jeder sonst für das Versicherungsverhältnis maßgeblichen Umstände. Ein Großteil der bis Ende 2018 zu erstattenden Änderungsmeldungen entfallen ab 1.1.2019, wie z. B. altersbedingte Umstufungen. Ausschlaggebend dafür ist, dass die nötigen Informationen der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) entnommen werden. Ab 1.1.2019 kommt es somit zu einer massiven Verringerung des Meldeaufwandes.

Gesetzlich ausdrücklich weiterhin zu melden ist der Umstieg von der Abfertigung alt in das Abfertigungssystem nach dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG).

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Auslöser/Zweck der Meldung

  • Eine Änderung von einem geringfügigen zu einem vollversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis oder umgekehrt kann gemeldet werden, solange noch keine mBGM für den betroffenen Beitragszeitraum erstattet wurde. 
  • Es erfolgt ein Übertritt in das Abfertigungssystem nach dem BMSVG.
  • Der Beginn oder das Ende der Betrieblichen Vorsorge von Personen ist zu melden, die im Rahmen der Arbeitskräfteüberlassung an Bauunternehmen überlassen werden und für die ausschließlich die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) für die Einhebung der Beiträge für die Betriebliche Vorsorge zuständig ist.
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Voraussetzungen

Eine Person wurde zur Pflichtversicherung gemeldet.

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Meldefrist

Während des Bestandes der Pflichtversicherung ist vom Dienstgeber jede für die Versicherung bedeutsame Änderung, die nicht von der mBGM umfasst ist, innerhalb von sieben Tagen zu melden.

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Zuständige Stelle

Die Änderungsmeldung ist an den zuständigen Krankenversicherungsträger zu übermitteln.

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Prozess bzw. Ablauf

Die Meldung gilt nur dann als erstattet, wenn sie mittels ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern) in den vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger festgelegten einheitlichen Datensätzen an den Krankenversicherungsträger übermittelt wird.

Meldungen auf anderen Wegen, insbesondere in Papierform, mittels E-Mail oder telefonisch gelten grundsätzlich als nicht erstattet.

Durch jede erstattete mBGM werden die Angaben der Anmeldung oder Änderungsmeldung bestätigt oder korrigiert.

Die mittels mBGM gemeldete Tarifgruppe (Beschäftigtengruppe samt etwaig notwendigen Ergänzungen) ist somit gegenüber den bereits übermittelten Angaben auf der Anmeldung bzw. Änderungsmeldung stets vorrangig. Folglich haben Änderungsmeldungen betreffend die Angaben zur Sozialversicherung, die Beitragszeiträume betreffen, für die bereits eine mBGM übermittelt wurde, keine Wirkung.

Ist in diesen Fällen die Tarifgruppe zu ändern, ist die ursprüngliche mBGM zu stornieren. Im Anschluss ist eine mBGM neu zu erstatten (siehe "Beispiele rund um die Änderungsmeldung"). Dies gilt nur sinngemäß für das Beitragsvorschreibeverfahren.

Eine Änderungsmeldung kann zeitlich begrenzt werden. Dazu stehen die Felder Änderungsdatum und Änderungsdatum bis zur Verfügung. Die Meldung von Änderungen, die erst in der Zukunft eintreten, ist grundsätzlich möglich. In diesen Fällen ist eine zeitliche Beschränkung ("Bis-Datum") nicht zulässig.

Info

Weiters zulässige Änderungsmeldungen

Korrekturen des Beschäftigungsbereiches (Arbeiter, Angestellter, Arbeiterlehrling etc.) sowie der Klassifizierung eines Versicherten als freier Dienstnehmer sind ebenfalls zulässig, sofern noch keine mBGM für den betreffenden Beitragszeitraum erstattet wurde.

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Erforderliche Unterlagen

Es sind keine Unterlagen erforderlich.

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Kosten

Es fallen keine Gebühren an.

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Besonderheiten der Meldung

Die Änderung persönlicher Daten von Versicherten (z. B. Namensänderung wegen Verehelichung) erfolgt künftig ausschließlich auf Grund von Mitteilungen der Personenstandsbehörden oder durch die Vorlage von entsprechenden Dokumenten (z. B. Verleihungsurkunde bei akademischen Graden) seitens der Versicherten selbst. Eine Meldeverpflichtung seitens des Dienstgebers besteht nicht.

Für Adressänderungen ist eine eigene Meldung vorgesehen. Diese können nicht mittels Änderungsmeldung vorgenommen werden.

Bei untermonatigen Änderungen der Tarifgruppe ist die mBGM "tarifgruppenkonform" zu erstellen. Endet z. B. ein Lehrverhältnis untermonatig und erfolgt die Weiterbeschäftigung als Arbeiter, sind auf der zu erstattenden mBGM zwei Tarifgruppen - nämlich jene für Arbeiterlehrlinge und Arbeiter - auszuweisen. Auf Grund des Verrechnungswechsels sind mittels der mBGM zwei Tarifblöcke notwendig. Das Feld VVON (= "Ab-Datum") ist jeweils entsprechend zu belegen. Eine Änderungsmeldung ist nicht erforderlich.

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Rechtsgrundlagen

§ 34 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)
§ 41 ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)

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Inhalt und Aufbau der Änderungsmeldung

Die notwendigen elektronischen Formulare sind in ELDA bzw. Ihrer Lohnverrechnungssoftware integriert.

linkAusfüllhilfe: Änderungsmeldung (186.8 KB)

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Änderung/Richtigstellung der Meldung

Eine einmal erstattete Änderungsmeldung kann nicht storniert werden. Notwendige Korrekturen sind ­lediglich durch die Vorlage einer weiteren Änderungsmeldung möglich.

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Beispiele rund um die Änderungsmeldung

linkBeispiele rund um die Änderungsmeldung

Zuletzt aktualisiert am 23. November 2019